Die neue Weidensaison hat wieder begonnen! Frische Weiden sind wieder voll verfügbar.
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Einzigartig in den Niederlanden, unser Stolz

Das Handwerk des Kopfweidenarbeiters hing jahrhundertelang von der rauen Landschaft, dem unberechenbaren Klima und dem Fortbestand der Kopfweidenfelder ab. Es ist ein schwerer Beruf, vor allem wegen der vielen Zugarbeit und dem ständigen Bücken. Bei Wind und Wetter. Ein echtes Handwerk also. Ein Handwerk ist breiter als ein Fach, bei dem man etwas mit den Händen fertigt. Es geht vor allem darum, auf welche Weise ein Produkt hergestellt oder eine Dienstleistung erbracht wird. Das Team der Van Aalsburg B.V. besteht aus motivierten jungen und älteren Mitarbeitern unter der Leitung von sechs Brüdern, die sich mit großer Passion diesem Handwerk widmen. Das ist in den Niederlanden einzigartig.

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Der Kopfweidenarbeiter, damals und heute

Kopfweidenarbeiter galten in den vergangenen Jahrhunderten als arme Schlucker: viel Arbeit für wenig Geld. Im Winter waren sie pro Woche sechs Tage am Stück außer Haus, und bis zu den Kopfweidenanlagen mussten sie stundenlang laufen oder rudern. Und natürlich auch wieder zurück. Geschlafen wurde in selbstgebauten, feuchten und zugigen Hütten.

Im Kern blieb die Arbeit in den Kopfweidenanlagen jedoch im Laufe der Jahre unverändert: auch heute noch muss Holz geschnitten und über das sumpfige Land befördert werden. Die Umstände haben sich aber schon geändert: die modernen Kopfweidenarbeiter gehen jeden Abend nach Hause und können bei der Arbeit von guten Einrichtungen Gebrauch ...

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...machen. Außerdem wird ihnen die Arbeit durch moderne Arbeitsmittel erleichtert.

Schneiden und bündeln

Das Schneiden erfolgt noch immer traditionell von Hand, vor allem in für Maschinen unzugänglichen Gebieten. Ein schwieriges Metier – wer die Finessen erlernen will, sollte mindestens 3 Jahre veranschlagen. Meistens wird das Handwerk und der Betrieb vom Vater auf den Sohn übertragen. Das ist bei Familie van Aalsburg nicht anders. Das wichtigste Werkzeug des Kopfweidenarbeiters ist das scharfe Haumesser. Im Laufe der Jahre entstanden viele regionale Modelle, beispielsweise Ausputzer, Weidenreißer und Gartenhippe. Jeder Kopfweidenarbeiter hat sein eigenes Vorzugsmodell, und natürlich schleifen sie ihre Werkzeuge selbst. Ganz traditionell.

Nach dem Kappen der Weiden werden die Ruten gebündelt. Früher wurden dazu Binderuten (dünne Weidenruten) verwendet, heute nimmt man Seile. Der Anbau und das Schlaufen der Binderuten war sehr arbeitsintensiv und erforderte eine spezielle Knüpftechnik. Einige Experten von Van Aalsburg B.V. beherrschen diese Technik noch heute. Die Reisigbündel werden an einen Ort verbracht, der für schwerere Maschinen und Fahrzeuge zugänglich ist. Dort werden sie mit dickeren Seilen zusammengebunden und anschließend in ein Lager transportiert.

Die alten Kopfweidenanlagen

Kopfweidenfelder sind Orte, an denen viele Kopfweiden wachsen. Das können (ehemalige) Äcker oder natürlich entstandene Kopfweidenfelder sein, wie beispielsweise im Biesbosch und in Rhoon. In den Niederlanden werden schon seit Jahrhunderten Kopfweiden angepflanzt und bewirtschaftet. Die alten Kopfweidenanlagen werden noch auf dieselbe Weise wie früher gepflegt, sei es nun gelegentlich auch mithilfe von Fördermitteln.

Sehen Sie sich hier ein Video über Unterhaltungsarbeiten an und lesen Sie mehr darüber auf: www.carnissegrienden.nl

Weiden in der Landwirtschaft

Ein großer Teil der niedrig gelegenen Polder, vor allem entlang der Flüsse, war früher zu sumpfig für die Landwirtschaft. Für ...

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...die Bauern war dieses Land darum nahezu wertlos. So kamen manche Landwirte auf die Idee, es für den Anbau von Weiden zu nutzen. Aus den hochwertigen Weidenruten wurden Körbe, Reusen, Möbel, Bohnenstangen, Besen- und Spatenstiele sowie Uferbefestigungen hergestellt; die minderwertigen Reste wurden im Wasserbau verarbeitet.

So wurde die Weide ein wichtiger Bestandteil der Landwirtschaft. In einigen Museen – etwa im Biesbosch-Museum – können diese Weidenprodukte noch besichtigt werden. Seit den frühen 1960er-Jahren wurden die Weidenruten in zahlreichen Anwendungen durch Kunststoff ersetzt. Dadurch wurden viele der alten Kopfweidenfelder verwahrlost. Der Absatzmarkt implodierte, ebenso wie die Holzschneidebranche.

Unterhaltung und Bewirtschaftung

Dennoch wurden mehrere der alten Kopfweidenfelder weiter bewirtschaftet. Sie gewannen für den Tourismus und Naturschutz sowie als Kulturerbe an Bedeutung. Heute werden die Felder vor allem von der Staatlichen Forstverwaltung (Staatsbosbeheer), und den Natur- und Landschaftsschutzorganisationen Groenservice Zuid-Holland und Landschapsbeheer Nederland gepflegt. Van Aalsburg hat mit diesen Partnern Unterhaltungsverträge für über 100 Hektar traditioneller Kopfweidenfelder geschlossen. Wir bewirtschaften auch neue Kopfweidenfelder, die maschinell gepflanzt und geerntet werden.

Van Aalsburg verfügt über alle notwendigen Kompetenzen und Maschinen für die kulturtechnische Unterhaltung. Vor allem in Gebieten, die von den Gezeiten beeinflusst werden. Wir besitzen Schiffe, mit denen das anfallende Material über das Wasser abtransportiert werden kann. Mit Raupenfahrzeugen, die mit eigener Be- und Entladeeinrichtung ausgestattet sind, können wir auch Transporte über Land durchführen. Diese Fahrzeuge zeichnen sich durch ein geringes Leergewicht und kompakte Abmessungen aus. Darum eignen sie sich ausgezeichnet für das Manövrieren auf schmalen Pfaden und sumpfigem Untergrund.

Wir führen fachkundig und verantwortungsbewusst die folgenden Arbeiten durch:

  • Schneiden und Sägen der Kopfweiden in den Kopfweidenfeldern;
  • Grabenziehen und Ausbaggern von Gräben
  • Mähen des Bewuchses auf Wegen und in Kopfweidenanlagen
  • Anpflanzung neuer Weidenstecklinge
  • Schilfmähen
  • Anbringung von Befestigungen (Muschelschalen) auf Wanderwegen
  • Anpflanzung neuer Kopfweidenfelder.

Die wundersame Welt der Kopfweiden

In der Welt der Kopfweiden gibt es viel zu staunen. Die Kopfweide ist zugleich eine Augenweide. Ein wahres Wunder. Auch Künstler haben diese Welt entdeckt und in ihren Werken verarbeitet. Auf zahllosen alten Zeichnungen und Gemälden sind Kopfweiden zu bewundern. Rembrandt bildete Hieronymus bei einer Kopfweide ab, und Van Gogh malte die Weiden immer wieder in Dreiecksform.

Ein daumendicker, 250 cm langer Weidensteckling wird eingepflanzt und 3 Jahre später in der gewünschten Höhe beschnitten. Weitere 3 Jahre später erfolgt erneut ein Schnitt, nun schon mit weitaus mehr Ruten. Der Schnitt muss immer schräg und jedes Mal etwas höher erfolgen. Dieser Prozess wiederholt sich alle 2 bis 4 Jahre, und im Laufe der Zeit wird die Weide dann immer höher und dicker. Jahrzehntelang, immer wieder aufs Neue, nach jedem Schnitt.

Die Bäume sind wichtig für Pflanzen und Tiere. Das ist klar zu sehen, wenn man eine Kopfweide einmal aus der Nähe betrachtet. Viele Hohlräume, ein wirres Geflecht von Zweigen, unerreichbare Stellen und eine raue Rinde. Viele Mose und Farne fühlen sich auf diesem Baum ausgesprochen wohl. Und er ist ein paradiesischer Lebensraum für eine ganze Reihe von Tieren. Die Höhlen dienen als Nist- und Schlafplatz; Vögel finden hier Nahrung und brüten ihre Eier aus. Fledermäuse suchen den Baum zum Schlafen auf, und unter der Rinde wimmelt es von Spinnen, Kellerasseln und Tausendfüßlern. In der Baumkrone haben sich Moose und Farne angesiedelt.

Der treue Baum wird schließlich so groß und alt, so morsch und lebensmüde, dass er einfach umfällt. Vielleicht bei einem Sturm. Dann wird an seine Stelle ein neuer Weidensteckling gepflanzt, und so beginnt der Prozess von vorn. Jahrhundert nach Jahrhundert.

Die neuen Kopfweidenanlagen

Alte Kopfweidenanlagen sind arbeitsintensiv, liefern jedoch keine optimale Qualität. Darum hat Van Aalsburg B.V. eine neue Welt aus neuen Kopfweidenfeldern geschaffen. Inzwischen schon 1.500.000 m², also 150 Hektar. Der Schwerpunkt liegt auf den Sorten „Raamberg“ und „Korbweide“.

Anlage und Pflege

Neue Kopfweidenfelder werden binnendeichs auf hochwertigem sandarmem Ackerboden angelegt. Hier gedeihen die Weiden besonders gut. Die neuen Felder wurden mit selbst entwickelten Maschinen angelegt, die die Arbeit sehr erleichtern. Gleich sechs Baumreihen auf einmal werden in den Boden gepflanzt. Höhe, Abstand und Fahrtgeschwindigkeit sind computergesteuert.

Die Stecklinge werden im Winter geschnitten und in kleinere Stecklinge zersägt. Diese werden im Frühjahr erneut ...

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Anbaubetrieb - Die neuen Kopfweidenanlagen
...in akkurate Reihen gepflanzt; nach 2 Jahren sind sie reif für die Ernte. Van Aalsburg B.V. hat selbst Maschinen entwickelt, mit denen die Anpflanzung und Ernte noch effizienter erfolgen kann. Nach etwa 8 Ernten werden die dann noch kleinen Kopfweiden gerodet. Anschließend wird das Feld erneut bepflanzt.

Die neuen Weiden bleiben leider nicht von Krankheiten und Schädlingen verschont. Früher wurden sie von Flugzeugen aus mit Pestiziden besprüht. Das ist jedoch Vergangenheit. Van Aalsburg setzt hierfür nun eine selbst entwickelte Anlage ein, die bis zu einer Höhe von 6 Metern über die Weiden spritzen kann. Dies ist ein umweltfreundlicheres, präziseres und preisgünstigeres Verfahren.

Ernte

Die Ernte beginnt bei Herbstanfang. Zunächst werden die Weidenruten geschnitten – das beste Material aus den Kopfweidenfeldern. Dieses Qualitätsholz wird von erfahrenen, intern ausgebildeten Mitarbeitern geschnitten und sortiert. Die Veredelungsunterlagen und Flechtruten werden zu jeweils 20 bis 25 Stück gebündelt, abtransportiert und verarbeitet.

Die Veredelungsunterlagen werden auf die von den Baumzüchtern gewünschte Länge zugesägt oder zugeschnitten. Auf diesen Unterlagen werden Bäume für den Zierpflanzenbau herangezogen. Flechtruten werden ungesägt in allen gewünschten Größen und Arten geliefert. Van Aalsburg B.V. kann aus diesen Ruten auch Sichtschutzzäune für Unternehmen und Privatpersonen flechten. Wer will, kann sich aber auch selbst an die Arbeit machen

Die verbleibenden Rückstände werden mit einer selbstgebauten Erntemaschine abgemäht. Diese Maschine kann zur Pflanzmaschine umgebaut werden – und danach wieder zur Erntemaschine. Diese Kombimaschine liefert alle 11 Sekunden ein Reisigbündel. Das sind 300 Bündel pro Stunde und 2400 pro Tag. Und das mit nur 2 Mitarbeitern, während früher, als dies noch in Handarbeit geschah, für dasselbe Pensum 24 Männer benötigt wurden. So verfügen wir immer über ausreichend Material für Uferbefestigungen und Sinkstücke.

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